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Gerade erst sind die French Open zu Ende gegangen – mit Nadal als verdientem Sieger bei den Herren, der während des ganzen Turniers keinem einzigen Satzverlust hatte. Bei den Damen gewann überraschend Schiavone. Und nun beginnt der dritte Grand Slam des Jahres in Wimbledon.

Durch die Umstellung von Sand auf Rasen werden für die Spieler, vor allem für die Damen, in Wimbledon die Karten wieder neu gemischt. Überraschungen wie auf Sandbelägen kann man auf Rasen weniger erwarten. Die Williams-Schwestern werden sicherlich mit grossem Selbstvertrauen aufspielen, denn immerhin standen sie sich wie im letzten Jahr bereits 4 mal im Finale einander gegenüber und konnten das Turnier insgesamt bereits 8 mal (Venus 5, Serena 3, Siegerin 2009) für sich entscheiden. Ich hoffe, dass auch Henin mit starken Nerven nach Wimbledon kommt und man darf gespannt sein, ob Clijsters seit ihrer dreimonatigen Fussverletzung wieder fit genug ist um entscheidend in das Turniergeschehen eingreifen zu können.

Auf Seiten der Herren dürfte Roger Federer nach wie vor die Favoritenrolle haben – trotz seines Verlustes gegen Hewitt im Vorbereitungsturnier in Halle, welches erst das zweite Spiel in 7 Jahren war, das Federer auf Gras verloren hat. Er zählt trotzdem eindeutig zu den Spielern, gegen die man ersteinmal gewinnen muss, wenn man in Wimbledon etwas erreichen will.

Natürlich werden wir auch ein Auge auf Murray und vor allem dem US-Amerikaner Querrey haben, der uns in Queens letzte Woche eindrücklich seine Form auf Gras bewiesen hat. Natürlich sollte man nicht Nadal vergessen, der nach seinem grossen Sieg bei den French Open einer der Topfavoriten sein wird, obwohl ihm der Belag nicht sonderlich liegt, da Gras im Gegensatz zum Sand schnellere Reaktionen und agressiveres Spiel, wie etwa Serve und Volley erfordert.

Nun freue ich mich auf möglichst viele gute Spiele auf hohem Niveau. Was für ein Sportsommer mit zwei Grand Slams und der Fussballweltmeisterschaft!