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del_potro
Mit zwei überraschenden Siegern sowohl im Männer- als auch im Damenfinale ging der letzte Grand Slam dieses Jahres zu Ende.

Es sind besonders die Erfolge der junge Spieler aufgefallen, wie etwa die 17-jährige Melanie Oudin, die 19-jährige Yanina Wickmayer und die ebenfalls 19-jährige Finalistin Caroline Wozniacki, die durch das ganze Turnier hindurch ihre hervorragende Leistung zeigen konnten.

Auch der diesjährige Sieger Juan Martin del Potro ist erst 20-Jahre jung und der erst zweite südamerikanische Gewinner der US Open nach Guilermo Vilas im Jahre 1977. Durch seine druckvolle Vorhand und das offensives Spiel konnte er das Finale gegen den Favorit Federer noch überraschend für sich entscheiden. Erstaunlich war, dass Del Potro nach seinem grandiosen Sieg gegen Nadal auch in seinem ersten Grand Slam Finale nach dem guten Start von Federer in den Tiebreaks die Nerven behielt und mit seiner guten Vorhand ab dem vierten Satz das Spiel diktierte. Im fünften Satz nach etwa vier Stunden Spielzeit konnte er schließlich seinen dritten Matchball verwandeln und sein Glück kaum fassen.

Man darf auf die Entwicklungen der jüngeren Spieler und der neuen argentinischen Hoffnung del Potro in der nächsten Saison sehr gespannt sein.

Als Spieler dieses Jahres hat Roger Federer seine Ausnahmestellung mit zwei Grand Slam Siegen, zwei Finalteilnahmen und dem geschichtsträchtigen 15. Grand Slam Sieg eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Bei den Damen hat es mich ganz besonders gefreut, dass Kim Clijsters nach zweieinhalb Jahren Mutterschaftpause ein derart selbstbewusstes und eindrucksvolles Comeback mit dem Sieg and an den US Open krönen konnte. Clijsters hat während des Turniers eine ernorme Leistungssteigerung gezeigt. Musste sie gegen Marion Bartoli und Venus Williams noch über 3 Sätze gehen, konnte sie sich gegen die Titelverteidigerin Serena Williams und ihre Finalgegnerin Wozniacki in nur 2 Sätzen durchsetzen. Sie damit die erste Spielerin, die das Turnier mit einer Wildcard gewann und seit 1980 auch wieder die erste Mutter als Grand Slam Siegerin. Die Bilder von Kim und ihrer kleinen Tochter mit dem Siegerpokal waren umwerfend und haben alle berührt. Ich finde es bewundernswert, wie sie bereits im dritten Turnier nach ihrem Comeback körperlich und mental ein so hohes Niveau erreichen konnte und in der angespannten Situation im Spiel gegen Serena Williams die Ruhe bewahren hat. Es ist schade, dass das tolle Halbfinalspiel zwischen Clijsters und Williams so endete. Serenas Verhalten gegenüber der Linienrichterin hat weder dem Tennissport noch den Erwartungen an eine Spitzensportlerin entsprochen.

Ein besonderes Ereignis war für mich die Ehrung meines Mannes, der mit anderen Sportlern, darunter auch Doug Floutie, Mia Hamm und David Robinson bei der Eröffnung der diesjährigen US Open für sein soziales Engagement ausgezeichnet wurde. In einer bewegenden Rede schilderte seinen Weg vom Tennisspieler bis hin zur Gründung seiner Schule für Jugendliche aus armen und sozial schwachen Verhältnissen. Der für ihn ergreifendste Höhepunkt seines sozialen Engagements war die Ehrung der Absolventen aus der ersten Abschlussklasse seiner Andre Agassi Prepatory Academy, die in diesem Sommer in Las Vegas stattfand. Wir sind beide sehr stolz auf die Schüler, die alle die Klasse erfolgreich bestanden haben und nun ein weiterführenden Studium anstreben werden.