Children for Tomorrow


„Während meiner Tenniskarriere wurde mir durch meine Reisen und durch Gespräche mit Ärzten immer bewusster, dass der Alltag vieler Kinder von Krieg, Gewalt, Vertreibung oder dem Verlust der Familie geprägt ist. Wir alle kennen die Schreckensbilder – nicht sichtbar hingegen sind die seelischen Wunden, welche die Gewalt hinterlässt. Sie sind häufig Auslöser neuer Aggressivität und sorgen damit für weitere Gewaltkreisläufe. Umso mehr brauchen diese Kinder Menschen, die auf Ihre Nöte aufmerksam machen, sie therapeutisch unterstützen und in ihrer Entwicklung begleiten. Im Jahre 1998 gründete ich darum meine Stiftung CHILDREN FOR TOMORROW.“

Stefanie Graf
Founder and Chairperson
Children for Tomorrow






The Foundation

CHILDREN FOR TOMORROW ist eine gemeinnützige Stiftung, die 1998 von Stefanie Graf mit dem Ziel gegründet wurde, Kinder und Familien, die Opfer von Krieg, Verfolgung und organisierter Gewalt geworden sind, zu unterstützen. Die Stiftung bietet Kindern Hilfe bei der Aufarbeitung unterschiedlichster Gewalterfahrungen an. In Zusammenarbeit mit Krankenhäusern in Uganda, Eritrea und dem Kosovo werden Mittel zur Finanzierung von Kinderpsychologen vor Ort verwendet. Zusätzlich zur lokalen Projektarbeit stellt CHILDREN FOR TOMORROW Gelder für eine Ambulanz für Flüchtlingskinder im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bereit. Seit 2011 hat CHILDREN FOR TOMORROW einen eigenen Stiftungssitz auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Das Gebäude dient sowohl als Ambulanzzentrum als auch als Koordinationsstelle für alle internationalen Projekte.

Mission

Laut UNHCR befinden sich zurzeit weltweit fast 44 Millionen Menschen auf der Flucht – die meisten Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, Irak und Somalia. Fast die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Sie haben den Verlust ihrer Eltern oder ihrer Angehörigen erfahren und leiden in Folge oft unter posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen, Schlafstörungen und Albträumen.
CHILDREN FOR TOMORROW verwendet ihre finanziellen Mittel für die Heilung dieser Traumata. Die Stiftung ermöglicht Kindern psychotherapeutische Behandlungen und bietet neben Therapien auch psychosoziale
Angebote an. Alle Stiftungsprojekte sind darauf ausgerichtet, langfristig und nachhaltig zu arbeiten.
Ziel von CHILDREN FOR TOMORROW ist, den seelischen Wiederaufbau dieser Kinder zu fördern. Denn die seelische Gesundheit der Kinder ist ein elementarer Baustein für ihre Entwicklung und das friedliche
Zusammenleben einer Gesellschaft.

PROJECT:
Kosovo

Während die überwiegende Zahl der im Kosovo nach dem Krieg tätig gewordenen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) bereits vor einigen Jahren das Land verließen, ist CHILDREN FOR TOMORROW weiterhin mit zahlreichen Projekten und Angeboten in Gjakova präsent. In der Region ist sie fester Bestandteil des psychosozialen und kulturellen Lebens.Ziel des Projektes ist, durch verschiedene psychosoziale und psychotherapeutische Angebote Kinder auf individuelle Weise zu unterstützen. Ferner werden Räume für multiethnische Begegnungen geschaffen und Modelle zur konstruktiven Konfliktlösung in einer Nachkriegsgesellschaft erarbeitet.
childrenfortomorrow.de

PROJECT:
Uganda
Im Norden Ugandas leben über 2,5 Millionen Kinder, die wegen des über 20 Jahre dauernden Krieges nie Frieden erlebt haben. Etwa 25.000 von ihnen wurden als Soldaten zwangsrekrutiert. Viele Kinder sind zu Waisen geworden, zahlreiche Kinder zeigen schwere körperliche und psychische Symptome.Seit 2009 engagiert sich CHILDREN FOR TOMORROW in Uganda. Im nordugandischen Gulu wurde eine Ambulanz eröffnet, in denen aus der Region stammende Psychiater und Psychologen im Einzelkontakt und in Gruppen psychotherapeutische Hilfe für kriegstraumatisierte Kindersoldaten anbieten. Die Ambulanz stellt die Basis des Projektes dar, von der aus auch Programme in den Camps für Binnenflüchtlinge stattfinden.
childrenfortomorrow.de

PROJECT:
Eritrea
Das Horn von Afrika lebt seit fast vierzig Jahren in Kriegen, Instabilität, inneren Unruhen, Umweltzerstörungen, damit verbundenen Vertreibungen, Hungersnöten und Gewalt. Insbesondere der Bürgerkrieg im Sudan und der Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea haben zu schwierigsten Zuständen geführt, unter denen besonders Kinder zu leiden haben.In den Elendsvierteln der Hauptstadt Asmara liegt der Anteil der Kinder zwischen 0 und 6 Jahren bei 20%. In Kooperation mit dem eritreischen Erziehungsministerium haben wir 2008 am Rande der Slums einen Kindergarten für 300 Kinder eingeweiht. Ein weiterer Kindergarten in Massawa ist geplant. Mit seinem Projekt beteiligt sich CHILDREN FOR TOMORROW am Wiederaufbau des Landes.
childrenfortomorrow.de

PROJECT:
Hamburg
Deutschland gehört zu den fünf größten Aufnahmeländern von Flüchtlingen: Fast 650.000 Flüchtlinge leben in Deutschland. Die meisten Kinder in unserer Flüchtlingsambulanz kommen aus Afghanistan, Irak, Serbien, Iran und Syrien.Nach vielen traumatischen Erlebnissen im Heimatland wie Gewalt, Tod und Vertreibung haben sie oft beschwerliche Fluchtwege hinter sich gebracht. In der Flüchtlingsambulanz erleben die Kinder oft erstmals uneingeschränkte Aufmerksamkeit für ihre Traumata und Symptomatik. Ziel ist es, den Kindern neben der Stabilisierung ihrer seelischen Empfindungswelt auch Orientierung im Exilland zu bieten.
childrenfortomorrow.de